Maria Sabina by Gordon Wasson



Mitte der 50er Jahre gab sie dem Drängen des amerikanischen Amateurforschers Robert Wasson nach und weihte diesen in das jahrhundertelang geheimgehaltene Wissen um die visions- und heilungsspendende Kraft der psychedelischen Pilze ein.


Die daraufhin entstandenen Tonband-Aufnahmen, die V.P. und R.Gordon Wasson  in Huautla de Jimenez von Maria Sabina angefertigt und 1957 publiziert haben, sind ein rares Dokument der Religion, der psychoaktiven Sakramente sowie der Heilkunst der matzatekischen Ureinwohner. Sie luftete in den funfziger Jahren das Geheimnis der heiligen Pilze Mexikos, und offnete der Wissenschaft ein Tor zu einer unverfalscht gewachsenen, vergessen geratenen, indigenen Religion.


M. Sabina war eine Curandero, eine Geistheilerin. Sie war poetin und zugleich Meisterin der schamanischen Tradition, die auf das gekonnte Navigieren des von Seelnanteilen des Patienten uber, durch Wort und Sprache ausgeloste, Assoziationsketten zu navigieren vermochte und vermag. Sie ist geworden zu Vater Sonne, der Adler, die Blatter und hinterlasst die Spuren und Kodes einer weltenreisende Gestaltwandlerin.


Die Erfahrungen der Maria Sabina (ihrer Tochter Maria Carreras) und dem magischen Psylocibin Pilz sind nicht die einzige Hinterlassenschaft Gordon Wassons, der ma?geblich dafur mitverantwortlich war, Albert Hofmann fur die Studie der Mutterkornhaltigen Initiations-Getranke der Mysterien von Eleusis zu inspirieren.


Ein englisches Museum erhielt seine umfangreiche, mehrere tausend Artefakte umfassende Sammlung zum Thema „Pilze in der Vorgeschichte und Urkultur". (mehr zu Wasson in der Biografie von Dr. Hofmann)

Weblink:

www.shaman-australis.com/~benjamin-thomas/psilocybe_k.html




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