Akasha-Project: Neurochronik

 

Die Wahrnehmung der Weit ist ein neuronaler Cyberspace.

 

Die Wahrnehmung der Weit ist ein neuronaler Cyberspace. Die Dinge, die wir sehen, hören, fühlen, riechen und schmecken sind nicht die Wirklichkeit sondern Simulationen der Realität, ausgeführt vom schnellsten Computer, den es auf der Erde gibt - unserem Gehirn.

 

Das einheitliche Wellenmeer der Realität wird von unseren Sinnen in einzelne Wahrnehmungsabschnitte unterteilt. Ob wir etwas sehen oder hören hängt nur von der Frequenz der auf uns einwirkenden Schwingungen ab.

 

Sichtbar werden für uns Ereignisse, die 380 Billionen bis 760 Billionen Schwingungen pro Sekunde haben. Die tiefste optische Frequenz sieht mensch als Rot, die höchsten als Blauviolett. Dazwischen liegt die für uns sichtbare Welt.

 

Beim Hören geht es um Frequenzen von 16 bis 20000 Schwingungen pro Sekunde. Das heißt, könnten wir eine Frequenz von vielen Billionen Schwingungen auf einige tausend pro Sekunde herunterstimmen, würden wir erleben, wie aus einer Farbe ein Ton wird. Auch findet die Wahrnehmung der Wirklichkeitsfrequenzen alles andere als direkt statt. Trifft z.B. eine Schwingung mit 700 Nanometer Wellenlänge, das entspricht 428 Billionen Schwingungen pro Sekunde, auf unseren Sinnesapparat, treten unsere Augen als die geeigneten Frequenzdetektoren in Aktion. Dort in den Rezeptoren, das sind für die Wahrnehmung spezialisierte Nervenzellen, wird die eintreffende Welleninformation in eine elektrische Spannungsänderung transformiert die wiederum in den nach geschalteten Neuronen so genannte Aktionspotentiale auslösen. Quasi digitalisiert wird die Information in die höheren Bereiche des Gehirns weitergeleitet, dort entschlüsselt und letztendlich in ein Bild umgewandelt. Das Ergebnis ist, dass wir die Farbe Rot sehen.

 

Unsere Sinne werden in jedem Augenblick von unzähligen tanzenden , vibrierenden Schwingungen getroffen, die die Rezeptoren erregen. So dass unser Gehirn ständig mit den vielfältigsten Signalen durchflutet wird. Und doch ist die Welt, die wir wahrnehmen, im großen und ganzen eine beständige, stabile Welt.

 

Es ist durchaus nicht leicht, sich klarzumachen, wie ungeheuer groß der Unterschied ist, der zwischen unseren physikalischen Sinneseindrücken und unserm Erleben besteht. Unter Einwirkung psychedelischer Drogen kann diese Differenz sinnlich erfahren werden.

 

Um nicht in der Informationsflut zu ertrinken, hat unser Nervensystem in Jahrmillionen langer Anpassung und Veränderung eine Datenreduktionssoftware entwickelt, die es uns erlaubt, unbeschadet durch den Straßenverkehr zu kommen oder mit der Hand unsere Nase zu finden, falls wir gerade Lust dazu haben.

 

 

NEUROCHRONIK TEIL 2

 

Der Preis dafür ist, dass wir eben nicht die (wirkliche) Welt erleben (wie sie an sich ist), sondern nur eine bestimmte, für unser Funktionieren nützliche Auswahl (Auszug/Ausschnitt) der Realität. Und die wiederum nur als Simulation. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die uns umgebende Welt aus soviel mehr besteht, als unsere Wahrnehmungsschablonen uns zu Bewusstsein kommen lassen.

 

Eindrucksvoll demonstriert uns das heute auch die Wissenschaft, allen voran die Elementarphysik. Wenn sich z.B. die Quantenmechanik als richtig erweist, würde das Atom und mit ihm die gewohnte Welt, wie wir sie tagtäglich erleben, auf den Status einer Illusion oder bestenfalls einer Annäherung an die Wirklichkeit reduziert werden. Unsere Wahrnehmung der physikalischen Wirklichkeit unterschiede sich von der heutigen so sehr, wie die materialistische Perspektive der Gegenwart von der religiösen des Mittelalters abweicht.

 

Wir müssten uns dann der Frage stellen, wie eine traumartige Welt, die unseren Sinnen real erscheint, aus der ihr zugrunde liegenden quantenmechanischen Wahrheit erwachsen kann.

 

Seit Menschengedenken wird an den Worten der Wahrnehmung mittels der verschiedensten Techniken gerüttelt. Eine der Möglichkeiten ist die Musik. Musik erlaubt es uns, ohne spezifisches Wissen komplexe mathematische Formeln sinnlich und emotional zu erleben. Kunst ist Synapsenstimulation und Wahrnehmungserweiterung - ein evolutionärer Auftrag.

 

 

„Die Menschen sollten wissen, dass Freuden, Vergnügungen, Lachen und Scherzen, Kummer, Verzagtheit und Klagen von nichts anderem als dem Gehirn kommen. Hippokrates.“ (460 - 377 v. Chr.)

 

Akasha-Project

 

Quelle: Der Artikel Neurochronik von Akasha-Project (Barnim Schultze) wurde publiziert im Rave New World Magazin – Tao der Technologie, 2001

 

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